EHC Biel

Gründung und Auf­s­tieg

Der EHC Biel wur­de 1939 von Hein­rich Plüss ge­gründet. Nach ei­ner Fu­si­on mit dem EHC Tor­na­do Biel im Jah­re 1947 über­nahm 1956, als sich der Ve­r­ein in ei­nem fi­nan­zi­el­len Eng­pass be­fand , Wil­ly Gass­mann das Präsi­den­ten­amt. Un­ter ihm ent­wi­ckel­te sich der EH­CB zum Spit­zen­ve­r­ein. Der erst­ma­li­ge Auf­s­tieg in die NLA er­folg­te 1975. Nach ei­ner Se­rie von 12 Sie­gen in Fol­ge er­reich­te der EH­CB in sei­ner ers­ten Sai­son be­reits den Vi­ze­meis­ter­ti­tel. Im Der­by ge­gen den SC Bern wur­den 9411 Zu­schau­er im Bie­ler Eis­sta­di­on no­tiert. Ein bis heu­te nicht ge­bro­che­ner Re­kord.

Meis­ter­ti­tel

Die Bie­ler hol­ten in der Sai­son 1977/78, 1980/81 und 1982/83 drei Meis­ter­ti­tel ins See­land. Die Meis­ter­trai­ner hies­sen Fran­tišek Vaněk, Ed Reig­le und Kent Ruhn­ke. In die­ser Zeit wur­den die Zu­schau­er im Eis­sta­di­on durch Top­spie­ler aus Über­see wie Bob Lind­berg, Ste­ve La­ti­no­vich, Bar­ry Jenk­ins, Rich­mond Gos­se­lin, Da­ni­el Pou­lin und Ser­ge Mar­tel verwöhnt. Das Gerüst bil­de­ten aber Schwei­zer Spie­ler und Le­gen­den wie Oli­vier An­ken, Ja­kob Kölli­ker,  Al­do Zenhäusern, Urs Bärt­schi, Urs Lott um nur ei­ni­ge zu nen­nen. En­de der 70er- und An­fangs der 80er Jah­ren war der EHC Biel die To­padres­se im Schwei­zer Eis­ho­ckey. Ei­gent­lich er­staun­lich, dass die­se Mann­schaft in der Sai­son 1981/82 bei­na­he um den Ab­s­tieg spie­len muss­te. In ei­nem le­gendären Ent­schei­dungs­spiel in Ol­ten schlu­gen die Seeländer den Kan­tons­ri­va­len aus Bern mit 3:2 dank 2 To­ren von Mar­tel und ei­nem ge­hal­te­nen Pe­n­al­ty von An­ken. Der SCB stieg dar­auf in die NLB ab.

1984 – 1994

Mit­te der 80er Jah­re be­haup­te­te sich der EH­CB si­cher in der obe­ren/mitt­le­ren Ta­bel­lenhälf­te, trotz im­mer schwie­ri­ge­ren fi­nan­zi­el­len Verhält­nis­sen. Wil­ly Gass­mann gab das Präsi­den­ten­amt 1982 ab. In den 80er Jah­ren wur­de mit der Ak­ti­on 3333 der Grund­stein zur heu­ti­gen, sehr wich­ti­gen Ve­r­ei­ni­gung der Do­na­to­ren des EHC Biel ge­legt. An­fangs der 90er be­leg­te der EH­CB zum letz­ten Mal mit Rang 3 ei­nen Spit­zen­platz in der NLA. Oli­vier An­ken trat 1994 vom Spit­zens­port zurück nach­dem er den EH­CB im Ab­s­tiegs­kampf im Pe­n­al­ty­schies­sen ge­gen den EHC Ol­ten ret­te­te.

Ab­s­tieg und Sa­nie­rung

Aus­ge­rech­net in der Sai­son 1994/95 in der der EHC Biel ab­s­tei­gen muss­te sa­hen die im­mer we­ni­ger Zu­schau­er im Eis­sta­di­on mit Chris Che­li­os ei­nen ab­so­lu­ten Top­star. Der Ver­tei­di­ger konn­te für ein paar Spie­le dank ei­nes St­reiks in der nor­da­me­ri­ka­ni­schen NHL verpf­lich­tet wer­den. Es half nichts: un­ter Präsi­dent Ue­li Roth stieg die Mann­schaft 1995 in die NLB ab, nach­dem die ent­schei­den­den Spie­le ge­gen den SC Rap­pers­wil-Jo­na ver­lo­ren gin­gen. Un­ter der neu­en Führung un­ter Er­win Stal­der und Urs W. Frey kam es 1995 zur Nach­lass­stun­dung.  1998 wur­de die Eis-Ho­ckey-Club Biel AG ge­gründet.

NLB und Auf­s­tieg

Der EHC Biel tat sich in den ers­ten B-Jah­ren schwer und kam nicht über ei­nen Mit­tel­feld­platz in der neu­en Li­ga her­aus. Kon­ti­nu­ier­lich wur­de am Ziel Auf­s­tieg ab dem Jah­re 2000 ge­ar­bei­tet. Der Ve­r­ein war bis zu die­sem Zeit­punkt fi­nan­zi­ell wie­der ge­sund. Ins­ge­s­amt hol­te der EH­CB vier B-Meis­ter­ti­tel (2003/04, 2005/06, 2006/07, 2007/08).  In den an­sch­lies­sen­den Li­gaqua­li­fi­ka­ti­ons-Play­offs ge­gen den letz­ten aus der NLA zo­gen die Seeländer drei­mal (ge­gen Lau­san­ne, Fri­bourg und Lan­gnau) den Kürze­ren. Der Traum vom Auf­s­tieg wur­de im April 2008 end­lich rea­li­siert. Der EHC Ba­sel wur­de in der Best-Of-Se­ven-Se­rie gleich mit 4:0-Sie­gen in die NLB ver­bannt.

NLA – bis heu­te

In den ers­ten 2 Sai­sons muss­te der EH­CB je­weils in die Li­gaqua­li­fi­ka­ti­on. In an Span­nung und Dra­ma­tik kaum zu über­bie­ten­den Spie­len ge­gen den B-Cham­pi­on Lau­san­ne HC si­cher­ten sich die Bie­ler un­ter In­te­rims­coach Ke­vin Schläpfer je­weils im al­les ent­schei­den­den 7. Spiel den Li­ga­er­halt. Die Sai­son 2010/11 en­de­te für den EH­CB vor­zei­tig auf Rang 9. Ein Jahr dar­auf folg­te mit der sen­sa­tio­nel­len Qua­li­fi­ka­ti­on für die Play-Offs der nächs­te Schritt in Rich­tung Mit­tel­feld der NLA-Ta­bel­le. Die Vier­tel­fi­nal­se­rie ge­gen den EV Zug ging zwar mit 1:4 ver­lo­ren, doch die Mann­schaft zeig­te un­ter Coach Ke­vin Schläpfer zu was sie fähig sein kann. Hof­fen wir, dass die Mann­schaft end­lich ein neu­es Sta­di­on erhält. Laut letz­ten In­for­ma­tio­nen soll­ten LES STA­DES DE BI­EN­NE im Jah­re 2015 be­zugs­be­reit sein.